
Dies sind die gängigsten Aufgaben, die bei Wettbewerben gestellt werden,
wobei meistens gerne mehrere Aufgaben bei einer Fahrt kombiniert werden.
Es gibt bei den einzelnen Aufgaben auch individuelle Variationen, welche
recht verzwickt sein können und das Geschick des Piloten unter Beweis stellen.
Zielfahrt auf ein Zielkreuz/Fahrt an eine Linie
Der Marker wird an der Auslösevorrichtung eingehängt.
Der Ballon startet, fährt zum Ziel (z.B. Mittellinie eine Feldweges oder sonstig vorgegebener
Bezugspunkt/-linie) und versucht so nahe wie möglich an der Vorgabe zu markern.
Die Wertung beginnt mit dem Start des Ballons (deutlich sichtbares Abheben vom Boden)
und endet mit dem Abwurf des Markers bzw. wenn der Korb den Boden berührt.
Maßgebend ist die erste Bodenberührung des Markers oder des Korbes nach dem Start.
Fuchsjagd
Der Marker wird in die Ausklinkvorrichtung eingehängt.
Der Fuchs startet mit einem Vorsprung von ca. 1-5 Minuten, bevor die Wettbewerbsleitung
die Startfreigabe für die Wettbewerbsteilnehmer erteilt und die Jagd frei gibt.
Der Ballon startet, fährt dem Fuchs hinterher und versucht so nahe wie möglich
an der Landeposition den Marker abzusetzen, wo meistens ein Zielkreuz ausgelegt wird.
Die Wertung beginnt nach dem Startsignal mit dem Start des eigenen Ballons
(deutlich sichtbares Abheben vom Boden) und endet mit dem Abwurf des Markers
oder einer Bodenberührung des Korbes bzw. des Markers während der Fahrt.
Maßgebend ist die erste Bodenberührung des Markers/des Korbes nach dem Start.
Paraballooning
Der Fallschirmspringer wird in die Ausklinkvorrichtung eingehängt.
Der Ballon startet frei in einem vorgegebenen Abstand zum Ziel und muss den
Fallschirmspringer so nah wie möglich am Zielpunkt absetzen, was nicht einfach ist,
denn der Fallschirm fällt nach dem Absetzen nicht senkrecht nach unten.
Maßgebend ist der Teil des Springers/Gewichtes, welches sich am
nächsten zum Mittelpunkt der Zielfläche befindet.
Der Fallschirm muss sich nach dem Ausklinken vollständig entfalten und
darf nicht so manipuliert werden, dass er sich nicht oder nur teilweise öffnet.
Markern im Kreis (In- und Outdoor-Aufgabe)
Der Marker wird in die Ausklinkvorrichtung eingehängt.
Der Ballon startet außerhalb des Kreises (Indoor: 5m Radius - Outdoor: 10m Radius)
und wird mit einem Seil, welches dem Kreisradius entspricht, geführt. Der Teilnehmer
darf den Kreis dabei nicht betreten. Innerhalb einer festgelegten Zeit (max. 5 Minuten)
wird nun versucht, den Marker auf dem Nullpunkt oder seiner Nähe zu platzieren.
Die Wertung beginnt mit dem Start des Ballons
(deutliches Abheben des Korbes vom Boden) und endet:
a)mit dem Abwurf des Markers.
b) wenn der Korb den Boden berührt.
c) wenn der Pilot den Kreis betritt.
d) bei Überschreiten der Zeitvorgabe.
Maßgebend ist die erste Bodenberührung des Markers/Korbes nach dem Start.
Bei gleichen Ablagen/Messungen wird die Zeitmessung über die Platzierung entscheiden.
"Flying Dutchman" (schwebende Ziellinie)
Das Schleifband wird am Korb befestigt.
Der Ballon startet und fährt auf ein zwischen zwei Stangen in der Luft gespanntes Seil zu.
Aufgabe ist, mit dem Schleifband diese "schwebende" Ziellinie zu berühren.
Die Wertung beginnt mit dem Start des Ballons (deutliches Abheben vom Boden) und endet:
a) wenn das Schleifband das Seil berührt (Aufgabe erfüllt).
b) durch den Abbruch der Fahrt vor Erreichen des gespannten Seiles oder
Ende der Fahrt, weil der Ballon nicht in die Nähe des gespannten Seiles kommt,
weil sich z.B. die Windrichtung geändert hat.
c) wenn während der Fahrt der Korb den Boden berührt, bevor das Seil erreicht wurde.
d) wenn andere Teile des Ballons das gespannte Seil berühren.
e) das gespannte Seil ohne Berührung des Schleifbandes überfahren wird.
Maßgebend ist die erste Berührung des Schleifbandes mit dem gespannten Seil.
Der Abstand der Stangen und die Höhe des gespannten Seiles
dürfen beim Aufgabenaufbau folgende Werte nicht unterschreiten:
- Abstand der Stangen: mindestens 10 Meter
- Höhe des gespannten Seiles: mindestens 2 Meter
Horizontalfahrt (Low Go)
Das Schleifband wird am Korb befestigt.
Der Ballon startet und das Schleifband muss während der anschließenden Horizontalfahrt
immer Kontakt zum Boden haben. Die maximale Fahrtdauer der Aufgabe beträgt 10 Minuten.
Die Wertung beginnt mit dem Start des Ballons (deutlich sichtbares Abheben des Korbes und endet:
a) spätestens nach 10 Minuten dauerhafter Schleiffahrt.
b) wenn der Korb während der Fahrt den Boden berührt.
c) wenn das Schleifband während der Fahrt den Kontakt zum Boden verliert.
Die Aufgabe muss frei gefahren werden, eine Führung an der Leine ist nicht zulässig.
In der Schwebe halten (Indoor-Aufgabe)
Das Schleifband wird am Korb befestigt.
Der Ballon startet und soll über eine gewisse Zeit in einem bestimmten Höhenbereich
(vorgegeben durch die Länge des Schleifbandes) in der Schwebe gehalten werden.
Die Zeitnahme beginnt mit dem Abheben des Korbes und endet:
a) mit der ersten Bodenberührung des Korbes vor Ablauf der Maximalzeit.
b) wenn das Schleifband den Kontakt zum Boden verliert.
c) mit dem Erreichen der Maximalzeit von 10 Minuten im Schwebezustand.